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Dreißig Jahre KDE

...und alles begann mit einem genervten Studenten.

1996 hatte Matthias Ettrich genug von der Zerklüftung der Unix-Desktops, auf denen jedes Programm anders aussah und sich anders bedienen ließ. Seine Idee war eine einheitliche, freundliche Oberfläche für ganz normale Menschen, nicht nur für Profis. Er nannte sie Kool Desktop Environment, kurz KDE, ein kleiner Seitenhieb auf das damals verbreitete kommerzielle CDE. Gebaut wurde das Ganze mit C++ und dem ein Jahr zuvor von der norwegischen Firma Troll Tech entwickelten Framework Qt, das bis heute das technische Fundament von KDE bildet.

Auffällig viel davon ist in Deutschland passiert. 1997 trafen sich rund fünfzehn Entwickler in Arnsberg zur allerersten KDE-Konferenz, die später als KDE One in die Geschichte einging. Im selben Jahr wurde in Tübingen der KDE e.V. gegründet, der das Projekt bis heute rechtlich und finanziell trägt. Schon 1998 erschien die erste stabile Version, und 1999 zog ein kleiner Drache namens Konqi als Maskottchen ein, der uns bis heute erhalten geblieben ist.

Von da an ging es Schlag auf Schlag. KDE 2 brachte im Jahr 2000 den Browser und Dateimanager Konqueror, KDE 3 folgte 2002, und KDE 4 baute 2008 mit Plasma, Dolphin und Okular eine ganz neue Welt. 2014 kam Plasma 5, 2024 dann die große MegaRelease mit Plasma 6 und dem Umstieg auf Wayland. 2025 hat das Projekt sogar eine eigene Distribution namens KDE Linux aus der Taufe gehoben.

Zwei Dinge mag ich an dieser Geschichte besonders. Erstens: KDEs Web-Engine KHTML wurde Ende der Neunziger zur Grundlage von Apples WebKit und später Googles Blink. Heute laufen Chrome, Edge, Safari, Opera, Vivaldi und Brave im Kern auf KDE-Erbe, und in fast jeder Zeile deiner Server-Logs steht bis heute KHTML. Zweitens: KDE hat es bis in die Raumfahrt geschafft. In der Doku Good Night Oppy sieht man einen NASA-Ingenieur, der während des Flugs zum Mars an einer KDE-3-Workstation arbeitet.

Und ganz nebenbei steckt KDE Plasma seit 2021 auch im Steam Deck von Valve, also in einem der meistverkauften Handhelds der letzten Jahre.

Dreißig Jahre freie Software, getragen von einer Gemeinschaft, die Kontrolle, Datenschutz und digitale Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt. Herzlichen Glückwunsch, KDE.

kde.org/de/anniversaries/30/

#KDE #KDE30 #FreieSoftware #OpenSource #freesoftware #Linux #Plasma #gnu #linux #gnulinux

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curl läuft auf rund 30 Milliarden Geräten. Firewall, Saugroboter, Spielekonsole, Auto. Firmensponsoren dahinter: 23. Kein einziger der Billionenkonzerne ist darunter.
Der Hauptentwickler macht gerade öffentlich, dass ihn die Arbeit krank macht. Seit KI-Systeme im Minutentakt plausibel aussehende, in Wahrheit halluzinierte Sicherheitsmeldungen ausspucken, prüft er den ganzen Tag fremden Maschinenmüll, statt Software zu bauen. Seine Familie sorgt sich um seine Arbeitszeiten. Das ist der Zustand des Fundaments, auf dem unsere digitale Wirtschaft steht.
Wer am meisten profitiert, trägt am wenigsten bei. In jeder anderen Branche hätte das einen Namen, hier heißt es Fortschritt.

Ich ziehe die Konsequenz: Mein langjähriges Microsoft Action Pack bzw. dessen Nachfolger läuft dieser Tage aus, und ich verlängere nicht. Das nicht eben günstige Geld lenke ich stattdessen in europäische Anbieter und in die Projekte, von denen wir alle täglich abhängen, ohne es zu merken.

FSFE: https://fsfe.org/donate/
KDE e.V.: https://kde.org/community/donations/
ffmpeg: https://ffmpeg.org/donations.html
curl: https://opencollective.com/curl/donate

Dazu seit Jahren fünf Euro im Monat an Mozilla. Kein Heldentum, eher das Begleichen einer stillen nie gestellten Rechnung.
Wenn dein Unternehmen Open Source verbaut, und das tut es, dann ist die ehrlichste Form des Danks kein Like, sondern ein Wartungsvertrag oder eine Spende.

One Community. One homelab. One less excuse.
#OpenSource #DigitaleSouveränität #FOSS

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Heute Abend gibt's auf #3sat #AnaLuciasHappyHour (20:15) und #BosettiLateNight (21:00). Happy Hour ist jetzt schon in der Mediathek, Bosetti wie üblich noch nicht.

#TillReinersHappyHour #MaxUthoff #FlorentineOsche #NikitaMiller #Maraam #SigfriedUndJoy #Bosetti

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US-Techkonzerne wie #Microsoft und #Meta haben laut Medienberichten Namen niederländischer Beamtinnen, #Wissenschaftler und Regulierer an einen US-Senatsausschuss weitergegeben.

Die niederländische Regierung spricht von einem besorgniserregenden Vorgang. Betroffen sind unter anderem Mitarbeitende von #Wettbewerbsbehörde und #Datenschutz-Aufsicht.

Hintergrund sind Debatten um #TechRegulierung und den #CloudAct.

dutchnews.nl/2026/05/us-tech-f

#Digitalpolitik #Datenschutz #TechFirmen

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rsync was basically done until the maintainer discovered vibecoding

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Init7 hat den ersten Bundesgerichtsentscheid gegen #Netzsperren gewonnen.

Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft Waadt hatte Netzsperren verordnet unter sehr grosszügiger Interpretation der geltenden Gesetze. #Init7 war der Meinung, dass das keine Rechtsgrundlage sei und hatte sich geweigert, diese ohne bessere Rechtslage umzusetzen. Das Bundesgericht gab jetzt Init7 recht.
inside-it.ch/init7-gewinnt-weg

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another topic: ich liste hier mal alle Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen auf, die 2025/2026 mit der Unsitte begonnen haben, eine Passkopie oder ID-Kopie für Gastreferentinnen wie mich zu verlangen.

Universität Bern

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

EPFL

Universität St.Gallen (HSG)

(und wahrscheinlich viele mehr...)

Ich werde überhäuft mit Anfragen für solche Referate. Einige wenige nehme ich gelegentlich gerne an (bei 120 % Journalismus liegt nicht viel mehr drin). Doch seit geraumer Zeit verlangt man aus administrativen Gründen eine Passkopie von mir.

For the record: you are losing me. Ich werde vorab Auftritte mit der Bedingung verknüpfen KEINE Passdaten aushändigen zu müssen für die Auszahlung des Honorars.

Ich bin sicher, dass die Erhebung und Speicherung meiner Passdaten NICHT nötig ist für die Auszahlung eines Gasthonorars.

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